Oracle APEX 4.0 Cookbook

Bücher über Apex gibt es inzwischen reichlich. Und wer wie ich, täglich mit Apex arbeitet, die einschlägigen Foren und Blogs kennt, braucht in der Regel kein Buch darüber zu lesen.

Warum jetzt also dieses Buch? Von verschiedenen Programmiersprachen, die ich bisher kennen- und nutzengelernt habe, kenne ich diese Art von Büchern. Sie sind, wie der Name schon sagt, als Kochbücher zu verstehen. Sie versuchen mit kleinen, oder großen Rezepten alltägliche Problemlösungen zu erklären. Es geht also weniger darum, Grundlagen zum System beizubringen, sondern geht gezielt auf bestimmte Fälle ein, die jedem bei seiner täglichen Arbeit über den Weg laufen können.

Das Buch ist klar gegliedert und in folgende Kapitel unterteilt:

  • Creating a Basic APEX Application
  • Themes and Templates
  • Extending APEX
  • Creating Websheet Applications
  • APEX Plug-ins
  • Creating Multilingual APEX Applications
  • APEX APIs
  • Using Webservices
  • Publishing from APEX
  • APEX Environment
  • APEX Administration
  • Team Development

Oracle APEX 4.0 Cookbook

Im ersten Kapitel geht es um ein paar Grundlegende Dinge. Wie entsteht eine APEX Anwendung, wie werden Forms, Regions und Charts erstellt. Es wird erklärt, wie man seine Anwendung, oder eine einzelne Seite per authorization scheme oder Authentication schützt. Außerdem wird auf Dynamic Actions eingegangen. Diese sind in der Version 4 von APEX neu hinzugekommen.

Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit dem Layout. Es erklärt, wie man eigene Themes erzeugt, oder fremde importiert. Weiterhin wird auf die Verwendung von CSS eingegangen.

Das dritte Kapitel steht ganz im Zeichen von AJAX. JavaScript wird der Anwendung hinzugefügt, es werden Beispiele anhand der Google API, inkl. Google Maps erklärt. Das versenden von Mails aus APEX heraus und der Upload/Download von Dateien werden beschrieben.

Im vierten Kapitel geht es um das erzeugen und nutzen von Websheets. Eine ganz neue Form von Anwendung in APEX 4.

Die APEX Plug-In-Schnittstelle wird in Kapitel 5 behandelt. Diese ermöglich das wiederverwenden von Code. Im Internet gibt es eine wachsende Community, die ihre erstellten Plug-Ins zum Download anbietet.

Kapitel sechs geht auf die Mehrsprachigkeit von APEX-Anwendungen ein.

In Kapitel sieben werden die APEX APIs behandelt. Dabei geht es z.B. um das auslesen einer Checkbox per PL/SQL-Code. Eine Sache die ich bisher in allen meinen APEX-Anwendungen benötigte. Außerdem wird erklärt, wie man Klicks zählen, oder seine Anwendung um eine Hilfe bereichern kann. Am Ende des Kapitels geht es um Hintergrund-Prozesse und wie diese mit apex_plsql_job erzeugt werden können.

Das Kapitel acht beschäftigt sich mit dem erzeugen von SOAP und REST Webservice Referenzen. Damit ist es möglich, die Daten aus der eigenen APEX Anwendung externen Anwendungen zur Verfügung zu stellen.

Um das Thema PDF-Erzeugung geht es in Kapitel neun. Es wird erklärt, wie ein PDF Report erzeugt, wie der BI Publisher installiert und dessen add-on in Word integriert wird. Damit bekommt jeder Entwickler die Möglichkeit, das Layout von Reports in Word „grafisch“ zu erzeugen und diese dann im Zusammenspiel von APEX und dem BI-Publisher mit Daten zu füllen.

Kapitel zehn geht auf die APEX Interna ein. Es wird gezeigt, wie mit subscriptions Templates erstellt werden können, die auf andere Templates vererbt werden. Dies kann z.B. erforderlich werden, wenn in einem Unternehmen mit mehreren APEX Anwendungen gearbeitet wird, die alle die selbe CI besitzen sollen. Mit subscriptions muss nur noch ein Template geändert werden, um es auf alle anderen abzugleichen. Mein Lieblingstool „SQL Developer“ wird ebenfalls in diesem Kapitel betrachtet und wie man damit APEX Anwendungen ausrollen kann. Die Versionskontrolle für APEX mit SVN wird ebenso gezeigt, wie die APEX Umgebung hinter einem Apache Proxy. Zum Schluß des sehr umfangreichen Kapitels geht es um APEX Listener in Tomcat.

Das Kapitel elf beschäftigt sich mit der Administration von APEX. Wie wird ein Workspace angelegt, wie kann dieser Vorgang automatisiert werden, und wie werden Benutzer erzeugt?

Im letzten Kapitel, Nummer zwölf, wird auf die Team Entwicklung eingegangen. Immer mehr Entwickler arbeiten im Team gemeinsam an APEX und bekommen hier Hilfestellungen für den reibungslosen Ablauf.

Was mir im ganzen Buch gut gefällt ist die Schritt-für-Schritt-Schreibweise. Bei allen Beispielen wird wirklich jeder Klick, oder jeder Codeschnippsel aufgeführt. Es gibt umfangreiche, farbige Screenshots. Dadurch fühlt man sich nie alleine gelassen und kann alles gut selber nachvollziehen. Die Codebeispiele können von der Webseite des Verlags heruntergeladen werden. Aber beim selber abtippen lernt man noch am besten, imho. Das die Autoren wirklich selber aus der Praxis kommen, sieht man an den kleinen Stolpersteinen, die in den Tipps und Tricks entschärft werden. Wenn man diese beim durcharbeiten beherzigt, steht einem erfolgreichen Entwickeln nichts im Weg.

Das Buch arbeitet nicht mit übergroßer Schrift, um es zu füllen und die erwähnten Screenshots sind auf die erforderlichen Bildausschnitte zurecht geschnitten. Damit bleibt mehr Platz für den eigentlichen Inhalt. Abgerundet wird das Buch mit einem umfangreichen Index, um schnell das Rezept zu einem gewünschten Thema zu finden.

In diesem Buch ist sicher für jeden und jedes Thema etwas dabei. Wer noch Fragen zum Buch hat, kann diese gerne als Kommentar hier lassen. Ich werde dann versuchen, sie anhand des Buches zu klären. Dass das Buch in englischer Sprache vorliegt, stört überhaupt nicht. Es ist leicht verständlich und ich empfehle sowieso schon immer, APEX in englisch zu bearbeiten. Man hat es einfach leichter wenn es um Fragestellungen in Foren geht und kann die Beispiele aus dem Buch direkt verfolgen.

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