Oracle SQL – Das umfassende Handbuch

Meine letzte Buchbesprechung ist schon ein paar Monate zurück. Das liegt aber nur zum Teil am Umfang des mir nun vorliegenden Buches. Schnell mal durchgelesen ist „Oracle SQL – Das umfassende Handbuch“ allerdings nicht. Aber dazu später mehr.

Titel: Oracle SQL – Das umfassende Handbuch
Autor: Jürgen Sieben
Verlag: Rheinwerk-Verlag
Erscheinungsdatum: 2018
ISBN: 978-3-8362-6242-2
Seitenzahl: 1047

Wie auch „Oracle Apex“ ist dieses Buch von Jürgen Sieben verfasst. Dieser zeigt mit seiner Schreibweise, das Fachliteratur nicht trocken sein muss. Er mischt das zu vermittelnde Fachwissen mit Erfahrungen/Projekten aus seinem Berufsleben und erklärt somit, weshalb er bestimmten Code genau so vermittelt, obwohl es auch andere Wege gibt.

Oracle SQL - Das umfassende Handbuch

Oracle SQL – Das umfassende Handbuch

Auf das Inhaltsverzeichnis werde ich hier nicht extra eingehen, dieses findet man auf der Webseite zum Buch, genauso wie die Materialien zum Download. Mit diesen können die Code Beispiele selber ausprobiert werden. Es ist sogar zu empfehlen, die Skripte zu installieren, um die gleichen Daten in der eigenen Datenbank wie der Autor zu haben.

Und da komme ich schon zum ersten Kritikpunkt, der mich beim Durcharbeiten aufgehalten hat. Im Buch auf Seite 51 wird beschrieben, wie man das Beispielschema in seine Oracle Datenbank bekommt. Jürgen Sieben erklärt, wo man das Paket herunterlädt, dass man es entpacken und sich dann in einem Konsolenfenster in das eben entpackte Archiv begeben soll (enthält mksample.sql). Nachdem man sich per sqlplus mit der Datenbank verbunden hat, reicht ein Aufruf von „@mksample.sql“. Und das hat bei mir leider nicht funktioniert. Nach ein wenig Recherche fand ich den Hinweis auf der GitHub-Seite des Pakets unter Punkt 2.3. Dort steht, dass man in allen Skripten den Pfad auf seine Umgebung anpassen muss. Damit lief das Skript durch und legte die gewünschte Umgebung an. Da fällt z.B. der „kleine“ Fehler im Skript auf Seite 378 schon gar nicht mehr ins Gewicht. Wo „emp_dept_20 v“ definiert, aber „s.empno“ referenziert wird. Es sollte also „v.empno“ heißen. Allerdings nehme ich solche Fehler sportlich und als Übung, das Gelernte anzuwenden.

Jürgen Sieben bietet in seinem Buch ein großes Themenfeld für die Arbeit mit Oracle SQL Datenbanken. Der Leser erfährt vom Konzept der relationalen Datenbanken und wie er die Tabellen entsprechend anlegt, abfragt, mit Daten füllt oder Daten verändert. Ein extra Kapitel beschäftigt sich mit dem Aufbau der Oracle Datenbank und den Sicherheitseinstellungen. Für eine nächste Auflage würde ich mir wünschen, dass der Autor noch erklärt, wie die Umgebung einzurichten ist, damit man von einem anderen Computer darauf zugreifen kann. Somit konnte ich die Datenbank in einer virtuellen Maschine auf meinem NAS installieren und bequem mit dem Laptop auf der Couch sitzend, die Code-Beispiele durchgehen.

Auch „moderne“ Techniken, wie z.B. XML, JSON, Pivotabfragen und Objektorientierung in der Oracle Datenbank werden im Buch beschrieben. Abgerundet wird das Buch mit einem Kapitel für Performanzoptimierung und zu guter Letzt geht es um Datenmodellierung.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass Jürgen Sieben auch in diesem Buch sein Wissen gut vermittelt. Man merkt ihm die Erfahrung aus der Praxis an. Der Leser sollte die Beispiele selber nachvollziehen, um den Code zu verstehen. Als Nachschlagewerk dient das Buch weniger, da viele Code Beispiele sich über mehrere Seite aufbauen. Allerdings geht der Autor an einigen Stellen im Buch explizit auf die Online Oracle Dokumentation ein, sollte ein Befehl oder dessen Syntax unklar bleiben.

Disclaimer: Das Buch wurde mir vom Rheinwerk Computing Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Dieser Beitrag wurde unter Bücher, Oracle, SQL Developer abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Ein Kommentar zu Oracle SQL – Das umfassende Handbuch

  1. Jürgen Sieben sagt:

    Hallo Herr Czerny,

    herzlichen Dank für die freundlichen Besprechungen meiner Bücher. Eine Anmerkung zur Installation der Beispielschemata: Man kann sich die Anpassung der Ordner sparen, wenn man, wie im Buch auf S. 51 beschrieben, vor der Installation in das Verzeichnis wechselt, in dem mksample.sql gespeichert wurde. Dadurch stimmen die relativen Pfade dann wieder.

    Herzlichen Dank für den Hinweis auf den Fehler auf S. 378. Im Skript zum Buch hatte ich das korrigiert, allerdings offensichtlich in der Fahne nicht synchronisiert. Sie haben aber natürlich Recht, hier muss es v.empno etc. heißen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.